Prenzlau (spz). Sechs Vorschläge standen diesmal zur Abstimmung im Rahmen des Prenzlauer Bürgerbudgets. Von Anfang an stand fest: Alle können am Ende nicht das Rennen machen und im kommenden Jahr realisiert werden. Umso größer war die Aufregung bei den Ideengebern, die ihre Vorschläge bei der Abstimmungsveranstaltung in der Jacobi-Kirche präsentierten. 418 Prenzlauerinnen und Prenzlauer nutzten diesmal die Möglichkeit, sich über die vorgeschlagenen Projekte zu informieren, um sich dann zu entscheiden. Pro Person gab es – wie in den vergangenen Jahren auch – fünf Jetons, die man verteilen konnte. Während einige klar ihre Favoriten unterstützten und das kleine Papiertütchen mit den Plaste-Talern direkt über einem der großen Glasbehälter entleerten, gingen andere reihum, schauten, fragten nach und entschieden sich dann für mehrere Ideen. Am Ende gab Bürgermeister Marek Wöller-Beetz die Gewinner bekannt, gratulierte und kündigte an, dass die Projekte im kommenden Jahr realisiert werden. Mit 527 Stimmen lag die Idee von Anja Strebelow und der IG Dedelow für die Seilbahn für den Spielplatz und Treffpunkt auf dem zentralen Platz des Dorfes vorn. Den zweiten Platz belegte ebenfalls ein Projekt aus einem der Ortsteile: Alexandra Krüger aus Alexanderhof hatte dafür geworben, kahle Fassaden im Dorf künstlerisch zu gestalten. Dafür gab es 416 Stimmen. Ein Filmprojekt für Kinder und mit Kindern hatten Rebekka und Jonas Geldschläger vorgeschlagen und dafür 403 Stimmen gesammelt. Die Idee von Lars Kaufmann, die Basketballanlage auf dem Sportplatz der Grabow-Schule zu erneuern, bekam 399 Stimmen. Christa Schilling warb für die Verbesserung der Querung zwischen Siedlungsstraße und Schenkenberger Straße und wurde mit 223 Jetons unterstützt. Übrig blieb die Idee eines Foto-Hotspots in Form eines großen Herzens, an dem man zugleich Erinnerungsschlösser befestigen kann. „Das sollte aber nicht entmutigen. Manchmal bedarf es eines zweiten Anlaufes wie seinerzeit für den Schwipp-Bogen, den man heute in der Vorweihnachtszeit in der Innenstadt nicht mehr missen möchte“, so Marek Wöller-Beetz, der sich bei all denen, die ihre Ideen eingebracht und für sie geworben haben, und denen, die abstimmten, bedankt. „So sieht gelungene Bürgerbeteiligung aus“, sagt der Bürgermeister.
Frau M. Schön
Hauptamt
Amtsleiterin